Der Hof war das große Thema 2004. Zwar ist er noch nicht komplett fertig - geht ja erst nach dem ganzen Gebaue, aber ein schönes Stückchen hat er schon gewonnen (im wahrsten Sinne des Wortes).
In DDR-Zeiten, in den 70ern, wurde der Hof vom Opi komplett betoniert, und zwar nach Opi-Manier "wenn, dann richtig"! Das war damals irgendwie der letzte Schrei - zum Einen natürlich sehr praktisch, gerade mit der Tierhaltung und den Maschinen, andererseits war es auch "cool", weil man ja nicht so ohne Weiteres an so viel Beton ran kam...
Außer der 20 cm dicken Betonplattenlandschaft befand sich am Rand eine ca. 25 qm große Fläche, zwei etwas tiefergelegte "Buchten", welche als Misthaufen und später z.T. als Autoreparaturstelle gebraucht wurde. Unter diesen Buchten ist eine große Sickergrube, in welche mittlerweile aber nur noch Regenwasser fließt. Stephan hat die fixe Idee, dieses Wasser nutzen zu wollen, z.B. für die Toilettenspülung o.ä. Ich finde die Idee ziemlich gruslig, weil ich mir immer nur lebhaft vorstelle, was für fiese namenlose Dinge dort unten hausen - belebte und unbelebte... Zum Glück haben wir tausend andere Sorgen, die zuerst seine Aufmerksamkeit verdienen, sodaß die Schmoddergeschichte noch eine Weile unberührt bleiben wird... Jedenfalls sind diese Buchten natürlich ebenfalls in feinstem Beton ummauert... Wie sagte doch Stephan gleich noch: "Hier hätten wir auch 'ne Raketenbasis draus machen können..."
Da aber natürlich weder Mist anfällt bei uns, noch die Idee mit den Raketen bei den Nachbarn positiv rüber kam, war das Ganze jahrelang nur eine sinnlose Gerümpelecke, zu nichts nutze. Deshalb mußte das Ding weg!
Stephan hat dann also die Mauern mühsamst weggepickert (Sorry, liebe Nachbarn!), die Höhe aufgefüllt mit Kies und schlußendlich mit (gebrauchter) Belgischer Grauwacke gepflastert. Natürlich klingt das wie immer viel unspektakulärer und einfacher, als es tatsächlich war... Immerhin hat sich diese Aktion einige Monate hingezogen (sicher wurde während dieser Zeit nicht pausenlos daran gearbeitet, aber doch ein gewisser Teil an Freizeit geopfert...).
Jedenfalls ist das Ergebnis super, und ich freue mich schon, wenn wir dort später eine richtig gemütliche Sitzecke mit Blumen usw. haben, allerdings wiegt im Moment der praktische Nutzen natürlich mehr, denn wir haben ja jetzt einiges an Stellfläche auf dem Hof gewonnen - für Container, Maschinen, Autos...
Der restliche Hof bleibt solange betoniert, wie hier die Bauarbeiten im Gange sind, und danach ist es natürlich eine Frage des Geldes, wann und in welchem Umfang weiter gepflastert wird.
Rohe Gewalt Pflasterstrecke

Zurück!