Am 10. August 2002 fand unsere Hochzeit statt.

Im Sommer 2001 hatten wir uns dazu entschlossen, den ständigen Fragern ("Wann heiratet ihr denn nun????") eins auszuwischen und TATSÄCHLICH zu heiraten. Eigentlich wollten wir den 8.8.2002, nur war der ja leider mitten in der Woche. Zufällig war aber der 10.8. der Trausamstag des Monats, wie wir im Dezember auf dem Standesamt erfuhren, als wir das erste Mal dort waren, um "Ernst zu machen".
Noch am gleichen Tag besichtigten wir potentielle Räumlichkeiten - und verliebten uns sofort in das zweite Objekt, ein alter Herrenhof mit eigenem Park und separat zu mietendem "Partyhäuschen". Dieser Punkt konnte also schnell abgehakt werden.

Im Gegensatz zur Brautkleidsuche: ab Februar in 4 Städten und zigtausend Brautgeschäften, mit trillionenfachem An- und Ausziehen von Brautkleidern, die entweder a) mindestens zwei Nummern zu groß waren oder b) mit Pailetten und Perlen und Puffärmeln besetzt, ganz nach dem Geschmack des vorvorigen Jahrhunderts, oder c) über 1500 € kosteten ODER aber d) alles zusammen (ca. 95% aller Kleider). Letztendlich bestellte ich ein Kleid im Internet. Ich hatte es schon im Dezember entdeckt... Das Kleid kam dann im April in einem klitzekleinen Pappkarton aus Fronkreisch. Eine Schneiderin mußte es dann allerdings noch stark an meine "Formen" anpassen. Die Anzug-Beschaffung für den Bräutigam gestaltete sich (natürlich) wesentlich einfacher - nämlich an einem Tag...Witzigerweise ein fast weißer Anzug, obwohl ich persönlich das eigentlich absolut unschön fand, vorher...Aber auch in puncto "mein Traumkleid und meine Figur" mußte ich ja schon eine gedankliche Kehrtwende machen.
Im Februar wurde das eigentliche "Aufgebot" bestellt, pünktlichst sechs Monate vor dem Termin.

Beim Ringkauf...Die Ringe sollten möglichst schlicht sein - gar nicht so einfach, da was preiswertes und doch haltbares zu finden.Das Ergebnis (Mai 2002) - er: rotgold, sie: weißgold, ohne Stein. Gravur (nach langem Überlegen, ob überhaupt): jeweils des Partners Vornamen, obwohl der einem hoffentlich auch so einfällt. Aber irgendwie rutscht man bei den Hochzeitsvorbereitungen doch immer wieder in diese ausgefahrenen Schienen, die einem ja auch von den Verkäuferin mehr oder weniger aufgedrängt werden. Unser Motto NACH der Hochzeit - "beim nächsten Mal (zwinker) machen wir alles gaaaaanz anders und vorallem nur so, wie wir das wollen". Wer's glaubt...

Zum Lesen click draufEin Partyservice gleich in der Nähe des Herrenhauses war auch schnell gefunden, die Einladung wurde natürlich selbst entworfen und im April verschickt, wobei alle potentiellen Gäste eh schon Bescheid wußten, da wir eingedenk etwaiger Urlaubsplanungen unseren Geheimplan an Silvester vorverkündet hatten. Die Trauzeugen (meine Schwester, Stephans Freund) waren etwas eher gefragt worden, beide sagten sogar zu. (grins)

Und das war's jetzt mit den Vorbereitungen??? HA! NATÜRLICH NICHT! Nicht vergessen werden wird das fast noch zeitintensivere Geheimnistuen aller Muttis und Schwägerinnen und Freunde. Insbesondere meine Schwester fing augenblicklich im Dezember mit ihren ausufernden Vorvorvorbereitungen an. Aber es hat sich ja auch gelohnt, also sei ihr von allen verziehen.
Schweigen wollen wir allerdings über die Brautfrisuren-Friseursuche. Leider kann ich den ansässigen Mitgliedern dieser Zunft kein Bienchen geben, denn ich - aber still! Es wurde ja noch alles gut.

Unmittelbarste Vorbereitungen fanden natürlich am Freitag davor statt. Einen Polterabend sparten wir uns ja im wahrsten Sinne des Wortes, sodaß wir unsere Kräfte nicht beim Feiern sondern beim Dekorieren des Hauses erschöpfen konnten. Und so saßen wir dann nun 22.30 Uhr nach unserem letzten vorehelichen Abendbrot völlig KNÜLLE da - zu müde, um noch groß aufgeregt zu sein...

9. August 2002

Zum 10. August!    Zurück