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September 2002: Geburtstagsüberraschung! Vier kleine Igelbabies aus Schwiemus Garten! Winzige stachelige rosa-nasige Kügelchen, die Augen noch geschlossen, also etwa zwei Wochen alt...Da sie draußen rumkrochen, war anzunehmen, daß die Mutter schon beim großen Manitou weilte...Nach kurzer Internet-Recherche wurde unsere "Freude" alllerdings ziemlich gedämpft - Igel-Babies großzuziehen ist ein 25-Stunden-Job und alles andere als "süß"...Und nachdem zwei von den Vier ihrer Mutti folgten, brachten wir nach einiger Telefoniererei die übrigen zu sehr ambitionierten Pflegeeltern in Suhl...Alles in allem ein sehr außergewöhnliches Geburtstagserlebnis!

Als einzigster Grundsatz zur Igel-Pflege (der Rest steht mehr als ausführlich auf einschlägigen Sites...Siehe Link-Liste!) sei hier erwähnt: KEINE MILCH FÜR IGEL!!!!!! TÖDLICH!!!! Nur Katzenmilch, wenn's sein muß, ansonsten sind es eben WILDtiere und sollten nicht zahmgefüttert werden...
November 2005: Schon seit einiger Zeit wollte ich ein Igelhaus im Garten bauen für das ein oder andere Stacheltier, welches hier regelmäßig am Katzenfutternapf vorbeischaut... Durch den Hausbau hatte ich aber dieses Jahr keinen Nerv für den Garten, geschweige denn für das Igelhaus... Aber das Schicksal wollte es anders! Als wir eines abends aus dem Kino nach Hause kamen, lag mitten auf der Straße am Ortseingang eine Igelkugel. Wir konnten zwar nicht mehr rechtzeitig bremsen, haben den Igel aber zwischen den Rädern gehabt. Gleich anhalten und hinsprinten - die Kugel atmet! Es war auch kein Blut oder eine Verletzung zu entdecken, die Kugel lag einfach nur so auf der Straße. Vielleicht hatte ein anderes Auto den Igel gestreift? Oder er hatte sich einfach die Straße als Winterschlafqurtier ausgesucht... Unwahrscheinlich. Jedenfalls haben wir ihn in einen Karton gepackt und mitgenommen. Damit stand das Projekt "Igelhaus" wieder ganz oben auf meiner To-Do-Liste...
Für die Nacht sollte der Igel ersteinmal unter Beobachtung bleiben, daher haben wir ihn in unseren Neubau gesetzt - samt Katzenfutter und etwas Wasser. Am nächsten Morgen war er weg - und das Katzenfutter auch. Stattdessen war in jeder Ecke des Erdgeschosses ein deutlich sicht- und riechbares Zeichen seiner Anwesenheit. Die Verdauung schien intakt zu sein - immerhin ein gutes Zeichen für die Gesundheit. Nach einiger Suche fand ihn meine Schwiegermutti in eine Ecke hinter der Waschmaschine geklemmt - schlafend... Um dorthin zu gelangen, mußte er immerhin zweimal eine ca. 20 cm hohe Stufe überwinden!
Jedenfalls machte ich mich nach einer kurzen Internetrecherche zwecks Bauplan gleich daran, alte Ziegelsteine zusammenzusuchen und außerdem auf Anraten meiner "Bauaufsicht" nahm ich auch eine von den übriggebliebenen Styroporplatten von unserer Fußbodenisolierung mit... Als Baugrundstück erschien mir eine ruhige Stelle zwischen Komposthaufen und Zaun unter den Haselnußbüschen geeignet. Also schnell Loch ausheben, ca. 50x50 cm, ud zwar so tief, daß die Styroporplatte drin verschwindet und die erste Schicht Steine zur Hälfte - als "Fundament" sozusagen. Dieses war zugegebenermaßen nicht wirklich in Waage - aber dann kann etwaiges Wasser immerhin ablaufen... Dann schnell zwei Reihen Reihe als Wände rundherum, der Eingang Richtung Südost und nicht größer als 10 cm. Ein kleines Quadrat Styropor als warmer Fußboden, etwas trockenes Laub und Holzwolle u.ä. als Nestfüllung - und nun fehlte nur noch der Bewohner! Dieser entwickelte an der frischen Luft und der Sonne ein richtiges Eigenleben und wollte schon wegwuseln - aber er wurde schnell geschnappt und in den Bau gesetzt, damit er weiß, wo er hingehört... Auf den Bau kam die zweite Hälfte der Styroporplatte, und darauf wiederum zwei rechteckige Betonplatten, die vom Abriß übrig waren. Nun den Erdaushub rundherum aufschichten und in die Ritzen quetschen, und das Laub darüberstreuen - fertig! Wenn es dort drin nicht warm ist, dann nirgendwo! Und durch das Styropor an der Decke dürfte es vorallem auch trocken bleiben... Ging eigentlich ganz fix, maximal zwei Stündchen, wenn überhaupt. Nun hoffe ich, daß der Igel auch kapiert, daß das SEIN Luxusschloß ist! Am nächsten Tag sah es so aus, als ob er mal draußen war - aber der Eingang war wieder fest verstopft mit Blättern... Hoffentlich klappt die Ansiedelung!!